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| | Herzinsuffizienz
- Sechs Punkte für ein starkes Herz

Herzinsuffizienz
Sechs Punkte für ein starkes Herz
Was
Sie selbst tun können, wenn Ihr Arzt eine Herzinsuffizienz festgestellt hat
1. Wiegen Sie sich täglich
Eine plötzliche oder langsame Gewichtszunahme kann ein Warnzeichen sein,
dass Ihr Körper Wasser einlagert. Wiegen Sie sich daher jeden Morgen nach dem
Aufstehen und Wasserlassen, vor dem Frühstück. Notieren Sie die Werte in ein
Gewichtstagebuch und nehmen dieses mit, wenn Sie zum Arzt gehen. Wenn Sie in
zwei bis drei Tagen ein bis zwei Kilo zunehmen, sollten Sie Ihren Arzt verständigen.
Es kann auf eine Entgleisung („Dekompensation“) Ihrer Herzschwäche
hinweisen.
2. Gehen Sie sparsam mit Kochsalz um
Kochsalz bindet Wasser. Zu viel davon in der Nahrung kann
Wassereinlagerungen begünstigen und die Herzschwäche verschlechtern.
Verzichten Sie auf das Nachsalzen. Vermeiden Sie Lebensmittel, die stark
salzhaltig sind (mehr als 1 Gramm Kochsalz pro 100 Gramm enthalten). Das sind
beispielsweise
- Laugengebäck,
- Käse,
- Wurst,
- Schinken,
- Matjes,
- Sauerkraut,
- fertige Salatsaucen,
- Fertiggerichte (aus der Dose und tiefgekühlt).
Salzarm sind z.B.
- Milch,
- Joghurt,
- Quark,
- frisches Fleisch und Geflügel,
- frischer Fisch,
- Kartoffeln,
- frisches und tiefgekühltes Gemüse und Obst.
3. Trinken Sie nur wenig Alkohol
Regelmäßig und in großen Mengen konsumiert, kann Alkohol einen
Herzmuskelschaden verursachen („alkoholbedingte Kardiomyopathie“), eine
bestehende Herzmuskelschwäche verschlechtern, Rhythmusstörungen auslösen und
den Blutdruck erhöhen. Geringe Mengen Alkohol scheinen dagegen aus
verschiedenen Gründen einen schützenden Effekt auf die Herzkranzgefäße zu
haben (Männer weniger als 30 Gramm Alkohol pro Tag, Frauen weniger als 15 Gramm
Alkohol pro Tag). Zumindest bei mittelschwerer bis schwerer Herzschwäche sollte
auf Alkoholgenuss ganz verzichtet werden.
Zur Orientierung: Ein halber Liter Bier enthält etwa 19 Gramm Alkohol, 0,2
Liter Wein etwa 18 Gramm Alkohol.
4. Hören Sie mit dem Rauchen auf
Rauchen schädigt die Blutgefäße und trägt so dazu bei, dass eine
Herzkranzgefäßerkrankung (koronare Herzkrankheit, KHK) entsteht. Weil die
Herzkranzgefäße den Herzmuskel mit Blut und Nährstoffen versorgen, fördert
Rauchen eine bereits bestehende Herzmuskelschwäche. Wenn der Wille nicht stark
genug ist: Nikotinersatzmittel aus der Apotheke (Nikotinpflaster,
Nikotinkaugummi) helfen, das Verlangen nach Zigaretten zu bremsen. Zu Art und
Dauer der Anwendung lassen Sie sich vom Arzt oder in der Apotheke beraten.
5. Ernähren Sie sich gesund
Verteilen Sie Ihre Mahlzeiten in kleinen Portionen über den Tag. Ihre Ernährung
sollte ausreichend Ballaststoffe enthalten (Obst, Gemüse, Salat), wenig
tierische Fette und Cholesterin. Bei fortgeschrittener Herzmuskelschwäche kann
es notwendig werden, die Trinkmenge zu verringern. Dies sollten Sie mit Ihrem
Arzt besprechen. Kohlensäurehaltige Getränke können den Magen blähen, so
dass er von unten gegen das Herz drückt. Gehen Sie daher sparsam damit um.
6. Nehmen Sie Ihre Tabletten regelmäßig
Vergessen Sie nicht, dass die Herzmuskelschwäche fortschreiten kann, wenn
sie nicht regelmäßig behandelt wird. Das gilt auch, wenn Sie noch gar keine
Beschwerden haben, der Arzt aber eine beginnende Herzmuskelschwäche
festgestellt hat.
Nehmen Sie Ihre Medikamente regelmäßig ein. Achten Sie darauf, dass Ihre Vorräte
nicht zu Ende gehen, und lassen Sie das Rezept rechtzeitig erneuern. Wenn Sie
Ihre Tabletten einmal vergessen, nehmen Sie auf keinen Fall am nächsten Tag
eine größere Dosis! Eine Ausnahme können Wasser treibende Mittel (Diuretika)
sein. Nach Rücksprache mit dem Arzt kann es sinnvoll sein, deren Menge an die
Stärke der Beschwerden anzupassen.
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