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Osteoporose

 

Osteoporose: Wenn Knochen leichter brechen

Als erstes Symptom der Osteoporose werden häufig einfache Rückenschmerzen beschrieben. In Deutschland leiden etwa  50 % der ab 75-Jährigen mit Osteoporose. Das Kuratorium Knochengesundheit beziffert die Zahl der Deutschen, die unter Osteoporose leiden, mit 5-7 Mio. Zwar wird auch bei gesunden Menschen ständig Knochensubstanz abgebaut, der Körper baut jedoch gleichzeitig auch Knochen auf, so dass  Knochenschwund verhindert wird.

Osteoporose hat zur Folge, dass Knochen leichter brechen. Typisch sind Brüche, z.B. am Handgelenk beim Tragen von geringen Lasten.  Und die Betroffenen leiden unter meist immer stärker werdenden Rückenschmerzen, da die Wirbel der Wirbelsäule brüchig werden. Wenn sich die Wirbel aufgrund ihrer mangelnden Festigkeit zusammenpressen, ist als Symptom des Knochenschwunds der Rückgang der Körpergrüße um wenige Zentimeter festzustellen. Ebenso sind Oberschenkelhalsbrüche häufig die Folge von Osteoporose.

Da Osteoporose und ihre Folgen sehr behandlungsintensiv sind, gilt es rechtzeitig vorzubeugen: Mineralien aus der Nahrung - vor allem Calcium - sorgen für die Stabilität der Knochen. Deshalb sollten besonders Kinder und Jugendliche ausreichend Calcium zu sich nehmen, damit im Alter mehr "Knochenreserven" zur Verfügung stehen. Auch Erwachsene können mit erhöhter Mineralstoffaufnahme verhindern, dass im Verlauf der Osteoporose eigene Knochensubstanz abgebaut wird.

Der Tagesbedarf eines gesunden Erwachsenen an Calcium beträgt etwa 1000 mg (das sind etwa 4 Gläser Milch oder 4 Fruchtjoghurts). Bedeutende Calciumquellen sind Milchprodukte. Um eine optimale Verwertung der Mineralstoffe sicherzustellen, sollte ebenfalls ausreichend Vitamin D und Vitamin K zugeführt werden. 

Um einen erhöhtem Calciumbedarf, den u.a. auch Schwangere, Stillende, Kranke und Sportler haben, zu decken, gibt es in Apotheken Nahrungsergänzungsmittel mit Vitamin D.

Vitamin D etwa wird über die Nahrung aufgenommen, muss dann aber mit Hilfe des Sonnenlichts in seine wirksame Form umgewandelt werden. Butter, Margarine, Fisch und Ei sind hervorragende Vitamin D-Quellen.

Vitamin K dient im Körper zur Bildung einer knochenfestigenden Substanz, die Osteoporose vorbeugt. Ausreichend Vitamin K kann dem Körper z.B. über Milchprodukte (wie auch Calcium), Geflügel und grünes Gemüse zugeführt werden.

Frauen nach den Wechseljahren sind besonders dem Osteoporose-Risiko ausgesetzt. Nach der Menopause mangelt es an Östrogenen, jenen Hormonen, die die Knochenfestigkeit bislang unterstützt hatten. Bei Männern ist ab dem 70. Lebensjahr - wenn sich der Testosteronspiegel senkt - ebenfalls ein erhöhtes Risiko für Osteoporose gegeben.

Um festzustellen, ob Sie bereits an erhöhtem Knochenabbau leiden, können Sie eine Knochendichtemessung beim Arzt oder in der Apotheke durchführen lassen.

 

Tipps für Knochenfestigkeit
ausreichende Versorgung mit Calcium, aber auch mit Vitamin D und K (Quellen s.o.)
zuviel Tee, Kaffee und Cola stört die Calciumaufnahme
schonen Sie Ihren Rücken
halten Sie Normalgewicht, um Knochen nicht unnötig zu belasten
viel Bewegung in der freien Natur, um Vitamin D zu aktivieren

Unsere nächste Knochendichtemessung findet statt vom 2. bis 6. Februar 2009. Mehr Informationen erhalten Sie hier.

Links

www.osteoporose.org - Infoseite des Kuratorium Knochengesundheit e.V., mit vielen Erläuterungen und einem Online-Risiko-Test

 

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Stand: 13.11.2008 Impressum