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Reife Haut - So lassen sich die Spuren des Alterns verzögern Die Faltenbildung verhindern kann niemand. Trotzdem ist die gezielte Pflege der reifen Haut durchaus sinnvoll, denn ohne ausreichendes Kollagen kann sich die Haut nicht so straff halten wie es dem Alter nach längst noch möglich wäre Hautfeind Sonne Krähenfüße, schlaffe Haut sowie grober und fahler Teint sind zum Großteil gar keine Alterserscheinungen, sondern Schäden, welche die UV-Strahlen der Sonne anrichten. Bis in die siebziger Jahre glaubten die meisten Dermatologen, die Gene entschieden darüber, ob wir mehr oder minder makellos in die Jahre kommen. Heute zeichnet die Wissenschaft ein völlig anderes Bild: Bis zu 90 Prozent aller Runzeln und Falten gehen auf das Konto von Umwelteinflüssen. »Hautfeind Nummer 1 ist die Sonne«, erklärt Professor Eberhard Paul, Leiter der Hautklinik Nürnberg. Daneben setzen Rauchen und Schadstoffe unserer Körperhülle zu.
Falten Sie haben ihren Ursprung in der mittleren Hautschicht, der Lederhaut. Hier bilden die Eiweißstoffe Kollagen und Elastin ein Faser-Geflecht, das Wasser bindet und Spannkraft verleiht. Dieses Bindegewebe erneuert sich permanent. Enzyme bauen alte Fasern ab, neue auf. UV-Strahlung erzeugt in verschiedenen Hautschichten freie Radikale, hochreaktive Sauerstoffmoleküle, die über biochemische Prozesse das Altern beschleunigen.
Abbau Freie Radikale schädigen die Eiweiße direkt und auch Fettmoleküle, welche die Haut geschmeidig halten. Zudem greifen sie die Erbanlagen an. Besonders fatal: Der aggressive Sauerstoff bringt eine Botenstoffkaskade in Gang, in deren Folge die Bindegewebszellen Enzyme produzieren, die Kollagen und Elastin abbauen. Der Körper müht sich um Ausgleich, doch irgendwann häufen sich die Schäden: Die Fasern verklumpen, verlieren ihre Spannkraft und können kaum noch Wasser binden – Falten entstehen. Vorbeugen Der beste Falten-Schutz: »Meiden Sie von Kindesbeinen an die Sonne«, rät Paul, »und cremen Sie sich ein.« Viele Tagescremes enthalten UV-A- und -B-Filter, die »im Alltag ausreichend schützen«. Für Urlaub oder Sonnenbad sind Spezialprodukte mit hohem Schutzfaktor nötig. Sie verhindern Sonnenbrand, nicht jedoch alle Schäden. Vitamin A In den achtziger Jahren stießen Dermatologen auf den ersten Stoff, der Falten erwiesenermaßen mindern kann: Vitamin-A-Säure. »Aber die Säure«, erklärt Paul, »reizt die Haut.« In Pflegeprodukten für die reife Haut steckt der Wirkstoff deshalb in seiner Vorstufe als Vitamin A, auch Retinol genannt. In der Haut wird es zur Säure umgewandelt. »Bei regelmäßigem Cremen«, sagt Paul, »ist der Erfolg zu sehen:« Kollagen restrukturiert sich, die Neusynthese kommt in Schwung. Effekt: Falten werden flacher, Poren kleiner, die Gesichtszüge straffer. C, E & Co Mittlerweile haben Kosmetikfirmen weitere potente Substanzen aufzuweisen, um die »Zeichen der Zeit« zu stoppen. Vitamin E (Tocopherol) und Vitamin C sind schlagkräftige Radikalfänger und wie Vitamin A “Klassiker” unter den Anti-Falten-Wirkstoffen. Neuerdings können noch weitere dieser Antioxidantien effektiv in Cremes verpackt werden. Dazu zählen Q10, das wie die Vitamine in Körperzellen steckt, und Alpha-Glycosylrutin, eine Substanz pflanzlichen Ursprungs. Feuchtigkeit Trockenheit ist ein Hautproblem reifer Haut. Dagegen helfen Feuchthaltefaktoren wie Aloe Vera oder Urea (Harnstoff). Sie regenerieren die Barriere- und Speicher-Funktion der dünner werdenden Hülle: Sie wirkt praller und glatter. |
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Stand: 04.04.2002
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