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Gesundheit aus der Tasse

Arzneitee:
Gesundheit aus der Tasse
Eine Wohltat bei kleineren Gesundheits- Störungen:
Wirksame Kräutermischungen gegen die häufigsten Probleme
Gerade dann, wenn man es überhaupt nicht brauchen
kann, quälen uns Zipperlein wie Husten, Schnupfen oder Magen-Darm- Beschwerden.
Manchmal können wir aber auch vor lauter Nervosität nicht einschlafen oder müssen
lästige Entzündungen in Mund und Rachen ertragen. Immer wenn wir uns nicht
ganz gesund, aber noch nicht so richtig krank fühlen, können Arzneitees aus
der Apotheke Linderung bringen. Auch unterstützend zur ärztlichen Therapie
macht der Genuss des frisch zubereiteten Getränks Sinn. Häufig lässt sich
dadurch eine medikamentöse Therapie vermeiden oder in anderen Fällen ihre
Dosierung verringern. Wir haben für Sie eine kleine Übersicht der häufigsten
Befindlichkeits- Störungen und die passenden Arzneitees zusammengestellt. Die
Pflanzen sind meist in fertigen Teemischungen erhältlich, denn die Wirkungen
der einzelnen Bestandteile ergänzen sich in einer Mischung meist optimal.
Beachten Sie aber, dass möglicherweise eine ernstere Ursache vorliegt. Wenn
sich die Beschwerden nach einer Woche nicht bessern, sehr stark sind oder regelmäßig
wiederkehren, sollten Sie Ihren Arzt aufsuchen.
Magen-Darm-Beschwerden
Bei leichten Beschwerden wie Appetitlosigkeit oder Völlegefühl fördern
Bitterstoffe, wie sie in Wermut, Enzian, Tausengüldenkraut, Löwenzahn oder
Schafgarbe vorkommen, die Magensaftproduktion. Gegen Blähungen wirken ätherische
Öle aus Pfefferminze, Anis oder Fenchel. Gerbstoffe in Heidelbeeren beruhigen
eine gereizte Darmschleimhaut und lindern Durchfall. Wie Fenchel, Anis und Kümmel
sind auch Kamille und Melisse krampflösend. Die Melisse besitzt zudem
beruhigende Eigenschaften. Stärkere krampfartige Beschwerden sowie Durchfälle,
die länger als zwei Tage dauern, gehören unbedingt in ärztliche
Behandlung.
Probleme mit der Blase
Arzneitees, die wassertreibend wirken, können eine ärztliche Therapie gegen
Erkrankungen der ableitenden Harnwege unterstützen. Sie sorgen für eine
vermehrte reinigende Durchspülung der Harnwege. Die Tees bestehen vor allem aus
Bestandteilen von Birke, Katzenbart, Goldrute, Hauhechel, Bärentraube,
Brennnessel oder Schachtelhalm. Manchmal enthalten die Tees auch
harndesinfizierende Stoffe (Bärentraubenblätter). Achten Sie während der
Therapie ganz besonders darauf, mindestens zwei Liter Flüssigkeit pro Tag zu
trinken, und ernähren Sie sich in dieser Zeit mit viel Gemüse. Dadurch können
die Inhaltsstoffe besser wirken. Tees oder Präparate mit Bärentraubenblättern
sollten nicht zusammen mit Arzneimitteln genommen werden, die den Harn ansäuern,
denn das verhindert die antibakterielle Wirkung. Achtung: wassertreibende Tees
maximal eine Woche lang und höchstens fünfmal im Jahr anwenden.
Erkältungskrankheiten
Auswurffördernde Arzneitees, die zum Beispiel Thymian, Primel, Spitzwegerich
oder Süßholz enthalten, erleichtern das Abhusten. Bei Reizhusten sorgen
Eibisch oder Isländisch Moos für eine wohltuende Schutzschicht auf den
Schleimhäuten der Atemwege. Schweißtreibende Arzneitees mit Holunder, Mädesüß-
oder Lindenblüten unterstützen das körpereigene Abwehrsystem. Entzündungen
in Mund und Rachen lassen sich durch Gurgeln mit Salbei oder Kamillentee
lindern. Schweißtreibende Tees trinken Sie am besten so warm wie möglich.
Legen Sie sich anschließend ins Bett, um sich auszukurieren. Untersuchungen
zeigen, dass die Schwitzbereitschaft am frühen Nachmittag besonders gut ist.
Schlafstörungen
Schlaf- und Nerventees enthalten entspannende und schlaffördernde
Arzneipflanzen wie Baldrian, Passionsblume, Hopfen, Melisse und Lavendel. Sind
depressive Verstimmungen Ursache der Schlafstörungen, kann Johanniskraut
helfen. Häufig tritt die volle Wirkung eines Schlaftees erst nach längerem
regelmäßigem Gebrauch ein. Lassen Sie sich also nicht entmutigen. Sorgen Sie für
frische Luft, eine Raumtemperatur von 16 bis 18 Grad, verzichten Sie auf Kaffee,
Nikotin und zu viel Alkohol am Abend. Denken Sie nach dem Schlafengehen nicht
mehr über Probleme nach. Im Bett haben unangenehme Gedanken nichts verloren.
Einfach wohl fühlen
Wer keine Beschwerden hat, aber von den wohltuenden Effekten der Tees
profitieren möchte, dem stehen eine große Anzahl von „Wellness-Tees“ ohne
medizinische Wirkung zur Verfügung. Sie sind reine Genussmittel auf der Basis
von Grün-, Schwarz-, Rotbusch- oder Matetee. Meist sind ihnen Aromen Fruchtstücke
oder auch Vitamine zugesetzt. Je nach Zusammensetzung sind sie zum Beispiel
entspannend, belebend oder erfrischend.
Im Beutel, als Instant oder lieber lose?
Filterbeutel sind bei Arzneitees aus der Apotheke inzwischen eine gute
Alternative. Sie unterliegen wie alle Apothekenprodukte strengen Qualitätsnormen.
Instant-Tees werden durch Hightech- Trocknungsprozesse hergestellt und sind
standardisiert. Aufwendige Verfahren garantieren eine gleich bleibende
Zusammensetzung. Das Pulver wird löffelweise dosiert und dann in heißem Wasser
aufgelöst. Lose Tees werden heute seltener verwendet. Sie sind vor allem bei
Einzeldrogen mit ätherischen Ölen sinnvoll, wie zum Beispiel Kamillen- oder
Pfefferminztee. In dieser Form müssen sie nicht zerkleinert werden, wodurch sie
Wirkstoffe einbüßen könnten.
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