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Couperose
Was
gegen Couperose hilft
Unschöne
Äderchen im Gesicht sind lästig. Wenn Sie etwas dagegen tun möchten, haben
Sie viele Möglichkeiten
Auf Englisch heißen sie „curse of
the celts“, Fluch der Kelten. Die fein verästelten roten Äderchen, die an
Nase und Wangen durch die Haut schimmern, finden sich besonders häufig bei
hellhäutigen Menschen mit rotblondem Haar, blauen Augen und Sommersprossen –
dem keltischen Typ. Doch auch andere Menschen mit sensibler Haut sind anfällig
für diese Erscheinung, die Couperose genannt wird. Obwohl es so aussieht, sind
die Äderchen nicht geplatzt. Sie haben aber ihre Fähigkeit verloren, sich
zusammenzuziehen, und sind ständig überdehnt. Was die Couperose verursacht,
ist nicht völlig erforscht. Die Neigung dazu scheint vererbt zu sein. In erster
Linie handelt es sich um eine Schwäche des Bindegewebes, die einen Blutstau in
den feinsten Blutgefäßen der Haut zur Folge hat. Da jedoch auch ernste
Erkrankungen der Haut zu ähnlichen Erscheinungsbildern führen können, sollten
Sie vom Hautarzt klären lassen, ob es sich wirklich um Couperose handelt. Das
gilt vor allem dann, wenn das Hautbild sich im Lauf der Zeit deutlich
verschlechtert.
Was Sie vermeiden sollten
Ist eine ernste Ursache ausgeschlossen, können Sie mit dem richtigen
Verhalten die Ausprägung und das Fortschreiten der Couperose günstig
beeinflussen:
1. Große Temperaturschwankungen
Plötzliche Wechsel – vor allem von Kalt zu Warm – strapazieren die
Blutgefäße und können das Problem verschärfen.
2. Zu viel Sonne
Das vermindert Spannkraft und Geschmeidigkeit der Gefäße. Der UV-Anteil
des Sonnenlichts kann das zarte Bindegewebe im Wangen- und Nasenbereich überfordern
und seine Struktur verändern, so dass die direkt unter der Haut liegenden
Blutgefäße sichtbar werden.
3. Hitze
Sie erweitert die kleinen Gefäße und führt zu stärkerer Durchblutung.
Vermeiden Sie deshalb alles, was der Haut im Gesicht einheizt, wie etwa Dampfbäder,
heiße Kompressen, Sauna oder Inhalieren über einer dampfenden Schüssel.
4. Mechanische Belastung
Rubbeln und Zerren, etwa beim Abtrocknen nach dem Duschen, wie auch
Gesichtsmassagen fördern die Durchblutung. Seien Sie deshalb sanft zu Ihrem
Gesicht.
5. Fehler bei der Hautpflege
Wenn Ihre Haut zu Couperose neigt, verwenden Sie keine scharfen und
alkalischen Reinigungsmittel. Verzichten Sie auf Peelings und Präparate mit
Fruchtsäuren. Beides kurbelt die Durchblutung an. Benutzen Sie keine so
genannten Thermo- oder Wärmemasken, und meiden Sie bei der täglichen
Hautpflege allzu fettreiche Produkte, unter denen sich Wärme stauen kann.
6. „Einheizende“ Speisen und Getränke
Um heiße und scharfe Speisen, heiße Getränke und Alkohol machen Sie
besser einen Bogen. Der Grund: Auch sie regen die Durchblutung an.
Äderchen entfernen mit dem
Laser
Wer die Äderchen nicht immer wieder neu überschminken, sondern endgültig
loswerden will, kann sie vom Hautarzt mittels Laser entfernen lassen. Die
Behandlung ist fast schmerzfrei, muss aber von einem erfahrenen Therapeuten
durchgeführt werden. Sonst drohen Verfärbungen und Entfärbungen der Haut. Je
nach Ausprägung sind eine oder mehrere Sitzungen nötig. Krankenkassen bezahlen
die Therapie nicht, da es sich eher um ein kosmetisches Problem handelt. Die
Kosten liegen je nach Größe des betroffenen Hautbereichs zwischen 100 und 300
Euro
Was Sie sonst tun können
- Auf Sonnenschutz achten
Im Sommer sollten Sie Sonnenmilch oder kühlendes Hydrogel mit ausreichendem
Lichtschutzfaktor verwenden. Bei intensiver Sonneneinstrahlung sind für Nase
und Wangen sogar Sunblocker empfehlenswert. Auch ein Sonnenhut ist sinnvoll.
- Bindegewebe stärken
Leichte Streichmassagen und eine Lymphdrainage, die Ihnen eine Kosmetikerin
zeigen kann, wirken der Schwäche des Bindegewebes entgegen.
- Vor Kälte schützen
Je nach Temperatur sind Schal, Skimaske oder Kälteschutzcreme ratsam. Die Creme
beim Aufenthalt in warmen Räumen entfernen!
- Passende Pflegeprodukte wählen
Verwenden Sie nur milde, reizfreie Kosmetika, und benutzen Sie eine leichte
Creme oder Lotion, die Feuchtigkeit spendet und mehr Wasser als Öl enthält.
Entscheiden Sie sich für Pflegepräparate, die für leicht reizbare Haut
entwickelt sind, oder für spezielle Anti-Couperose-Mittel aus der Apotheke.
- Die Kraft der Natur nutzen
Lauwarme Kompressen mit Zinnkraut (Schachtelhalm), Rosskastanie oder Arnika aus
der Apotheke kräftigen das Bindegewebe. Kühlende Gele mit Minze, Eukalyptus
oder Kampfer wirken gegen erweiterte Äderchen. Hautberuhigende Heilpflanzen wie
etwa Johanniskraut, Hamamelis, Ringelblume oder Lavendel mildern Reizungen,
welche das Hautbild verschlechtern können.
- Äderchen wegschminken
Normales Make-up reicht oft nicht aus, um die betroffenen Hautpartien
abzudecken. Besser geeignet sind Produkte, die zartgrüne Farbpigmente
enthalten. Sie neutralisieren die geröteten Stellen farblich und sorgen für
einen gleichmäßigeren Hautton. Falls die Couperose sehr stark ausgeprägt ist,
kann es sich auch lohnen, das Auftragen von „Camouflage“ zu erlernen. Das
ist ein besonderes, sehr stark deckendes Make-up. Man trägt es in mehreren
Schichten und Teilschritten auf.
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