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Darmkrebsmonat März

 

 

 

 

 

 

Darmkrebsmonat März
Gesund durch Früherkennung

Die Felix-Burda-Stiftung hat den März zum Darmkrebsmonat ausgerufen:  Denn bei rechtzeitiger Diagnose ist bei Darmkrebs eine gute Heilungschance gegeben, zwei von drei Betroffenen könnten durch Vorsorgeuntersuchungen überleben. Genetische Faktoren spielen beim Darmkrebs eine große Rolle: etwa 30 % der Betroffenen tragen ein familiäres Risiko, d.h. Darmkrebs ist in der Familie bekannt.

 

Entstehung von Darmkrebs

Darmkrebs entwickelt sich typischerweise innerhalb mehrerer Jahre aus Darmpolypen. Diese können bei der Früherkennung erkannt und entfernt werden. Ursächlich für die Darmpolypen- und Darmkrebsbildung sind Mutationen der Darmzellen, d.h. Veränderungen im Erbmaterial, die zufällig stattfinden. Diese führen zu unkontrolliert schnellem Wachstum der Zellen - wie bei anderen Krebsarten auch. Da der menschliche Körper aber immer Sicherungs- und Reparaturmechanismen zum Schutz vor einzelnen Mutationen aufweist, bedarf es schon mehrerer Mutationen, um letztlich Darmkrebs auszulösen. Das Risiko für solche Mutationen steigt mit dem Lebensalter, da in zunehmendem Alter die genetischen Reparatursysteme nicht mehr so leistungsfähig sind. Das erklärt, warum v.a. Personen ab dem 50. Lebensjahr öfter von Darmkrebs betroffen sind.

 

Symptome von Darmkrebs

Das Gefährlichste an Darmkrebs ist, dass er sich erst spät bemerkbar macht. Erst in einem fortgeschrittenen Stadium treten Symptome wie Leibschmerzen und Stuhlunregelmäßigkeiten auf - mit gesunkenen Heilungschancen. Daher ist es kein entwarnendes Zeichen, wenn man keine Beschwerden und guten Appetit hat. 

 

Früherkennung

In der Apotheke können Sie sich über die Früherkennungsmöglichkeiten und die Durchführung von sogenannten Stuhltest informieren. Durch Stuhltests und Darmspiegelungen lassen sich ca. 90% aller Darmkrebsfälle vermeiden, eben diese, die durch Darmpolypen verursacht werden. Ab einem Alter von 50 Jahren - so die Empfehlung - sollte alle 10 Jahre eine Darmspiegelung durchgeführt werden. Personen, die an entzündlichen Darmerkrankungen leiden (z.B. Colitis ulcerosa), haben ein größeres Risiko und sollten dementsprechend früher und öfter zur Früherkennung gehen. 

 

Tests zur Darmkrebsfrüherkennung

Es gibt drei Typen von Darmkrebstests: Stuhltests, Okkultbluttests und Tests auf Tumormarker.

Stuhltests können zu Hause durchgeführt und entweder selbst ausgewertet oder zur Untersuchung eingeschickt werden. Dabei werden über mehrere Tage in einem mitgelieferten Behältnis Stuhlproben gesammelt.

Sogenannte Okkultblut-Tests prüfen, ob Blut im Stuhl vorliegt, das durch Verletzung von Dickdarmkrebs oder -polypen in den Stuhl kommen kann. Dieses "versteckte" Blut heißt deswegen auch Okkultblut. Es gibt zwei Arten von Okkultbluttests: chemische und immunologische. Beim chemischen Okkultbluttest besteht die Gefahr einer Verfälschung durch rohes Fleisch, bestimmte Früchte und Gemüse und Vitamin C. Deshalb muss auf die Störfaktoren vor Anwendung eines solchen Testes verzichtet werden. Immunologische Okkultbluttests sind in der Handhabung mit Schwangerschaftstest zu vergleichen. Über drei Tage werden Proben gesammelt, diese dann aufgetragen und es wird nach einigen Minuten das Ergebnis angezeigt. Vorteil dieser Tests ist, dass sie durch Nahrungsmittel nicht verfälscht werden. Dennoch können einige Medikamente u.U. das Ergebnis beeinflussen. Genaue Auskünfte dazu erhalten Sie in der Apotheke.

Okkultbluttests sollten sinnvollerweise regelmäßig (z.B. jährlich) durchgeführt werden, da Tumoren nicht immer bluten, d.h. dass das Okkultblut nicht immer im Stuhl vorhanden ist, obwohl ein Tumor vorliegt.

Sogenannte Tests auf Tumormarker weisen ein für Krebs typisches Enzym im Stuhl nach. Auch dieser Test wird zu Hause durchgeführt und muss dann eingeschickt werden.

 

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Stand: 04.03.2004 Impressum