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| | Eisenmangel

Eisenmangel: Tipps für die erfolgreiche Therapie
Dauernd
müde, ständig schlapp? Dahinter kann, muss aber kein Eisenmangel stecken.
Warum die Eigentherapie nicht ratsam ist
Soll ich gegen chronische Müdigkeit
auf Verdacht ein Eisenpräparat schlucken?
Experten wie Privatdozent Dr. Dr. Peter Nielsen, Leiter der
Eisenstoffwechsel-Ambulanz am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, raten ab.
„Chronische Müdigkeit muss vom Arzt abgeklärt werden.“ Denn die
Beschwerden können viele Gründe haben, von der Schilddrüsenunterfunktion bis
zur Tumorerkrankung. Lassen Sie solche Ursachen vom Arzt ausschließen, statt
auf eigene Faust Eisenpräparate dagegen einzunehmen. Ein weiteres Argument
gegen die Eigentherapie: Eisenmangel kann auch sehr ernste Ursachen haben, wie
etwa ein Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwür. „Deshalb sollte der Arzt eine
Blutuntersuchung durchführen und die Ursache abklären, wenn er einen Mangel
feststellt.“
Ist klar, dass Blässe und Schlappheit durch einen Eisenmangel verursacht sind,
wird der Arzt ein geeignetes Präparat verordnen und, wenn das möglich ist, die
Ursache des Problems behandeln.
Damit der Körper das in dem Medikament enthaltene Eisen optimal verwerten
kann, sollten Sie auf folgende Punkte achten:
»Nehmen Sie das Präparat zunächst vor dem Essen ein, am besten eine
Stunde vorher. Relativ gut verträglich sind Mittel, die sich erst im Dünndarm
auflösen. Hier verhindert die pharmazeutische Zubereitung, dass das Eisen in
Kontakt mit der Magenschleimhaut kommt und sie reizen kann. Wer auch dünndarmlösliche
Zubereitungen nicht auf nüchternen Magen verträgt, kann das Eisenpräparat zum
Essen schlucken. Allerdings ist dann die aufgenommene Menge des Spurenelements
geringer, und es kann etwas länger dauern, bis sich Ihre Werte normalisieren.
»Ist der Eisenmangel beseitigt, sollten Sie darauf achten, dass die Ernährung
in Zukunft den Bedarf abdeckt. Berücksichtigen Sie also den Eisengehalt Ihrer
Lebensmittel. Gute Quellen sind Fleisch, Innereien und Fisch. Vegetarier sollten
bewusst eisenreiche Nahrungsmittel wie Pilze oder Hülsenfrüchte in ihren
Speiseplan einbauen. Ernähren Sie sich außerdem Vitamin-C-reich. Das Vitamin hält
das Nahrungseisen in einer Form stabil, die der Körper besonders leicht
verwerten kann.
»Wenn Sie Probleme haben, Ihren Eisenbedarf über die Nahrung zu decken, ist
die Einnahme eines Eisenpräparates aus der Apotheke sinnvoll. Neben festen
Formen gibt es auch eisenhaltige Kräuterelixire. Sind starke Monatsblutungen
schuld an den Mangelerscheinungen, sollten Sie mit dem Arzt darüber sprechen.
Das Spektrum der Behandlungsmöglichkeiten reicht vom Hormonpräparat bis zum
Hirtentäschelkrauttee aus der Apotheke.
Eine ausreichende Eisenzufuhr beugt nicht nur der Blutarmut vor. „Wenn
die Nahrung auf Dauer zu wenig Eisen enthält, nimmt der Darm vermehrt giftige
Schwermetalle wie Cadmium auf, die sich in
Spuren in der Nahrung befinden.“ Durch eine ausreichende Eisenversorgung lässt
sich also auch die Belastung des Körpers mit Schwermetallen verringern.
Vorsicht, Eisenräuber!
Eisenpräparate sollten Sie nicht mit Nahrungsmitteln nehmen, die die
Eisenaufnahme behindern. Dazu gehören beispielsweise
- gerbstoffhaltige Lebensmittel wie schwarzer Tee, Kaffee oder
Rotwein,
- oxalsäurehaltige Lebensmittel wie Spinat und Rhabarber,
- Milch und Milchprodukte,
- Müsli, Sojabohnen, Weizenkleie oder Haferflocken
Auch Arzneimittel können die Eisenverwertung stören, wie etwa säurebindende
Mittel gegen Sodbrennen und andere Magenbeschwerden, Austauscherharze wie
Cholestyramin oder Cholestipol, die zur Senkung eines erhöhten
Cholesterinspiegels eingesetzt werden.
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