Apotheke am Rathaus  |  K.u.B. Gerster  |  Obere Hauptstr. 1  |  72172 Sulz a. N.  |  Tel. 07454 / 95810   eMail


Apotheke am Rathaus

Sulz am Neckar

Tel.07454-95810

Übersicht 

Service 

Aktionen 

Notdienst

Links

Kontakt

Bestellung&Shop

Mo-Fr 8:00-18:30

Sa 8:00-12:30

durchgehend geöffnet

Die Apotheke

werktags Lieferdienst

Dr. Hauschka Natur-Kosmetik

Labor-Untersuchungen

Geschichtliches

Gesundheits-Service

Kundenkarte

Kompressions- und Stützstrümpfe

Online-Shop

Pollenflug-Vorhersage

Reiseimpfberatung

Verleih von Milchpumpen & Babywaagen

Bestellung von Arzneimitteln

Zuzahlungen

Link zum Versandapothekenregister Link zum Versandapothekenregister

 

Volksleiden Fußpilz

Volksleiden Fußpilz
Richtig vorbeugen und behandeln
 
Die Erkrankung ist lästig, eklig – und langwierig. Doch mit den richtigen Tricks bekommen Sie das Problem in den Griff

Fußpilz ist für die Bundesbürger die peinlichste Hauterkrankung. Sie ist uns noch unangenehmer als Warzen, Herpes oder Akne, lautet das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage der GfK Marktforschung. Umso erstaunlicher ist es, dass 60 Prozent der Betroffenen nichts dagegen tun. Dabei ist es sehr wichtig, gegen die Erkrankung vorzugehen, denn sie ist lästig und andere Menschen können sich leicht anstecken. Einfache Verhaltensregeln und eine konsequente Behandlung helfen, das Problem in den Griff zu bekommen.


Wie macht sich Fußpilz bemerkbar?
Die Erreger der Erkrankung leben in menschlichen Hautschüppchen und dringen durch winzige, meist unbemerkte Risse in die Haut ein. In etwa 80 Prozent aller Fälle wird die Pilzinfektion (Mykose) durch Dermatophyten, zum Beispiel Trychophyten-Arten, verursacht. Viele Betroffene verspüren Juckreiz zwischen den Zehen. Die Haut rötet sich und kann juckende Bläschen oder aufgequollene Schüppchen bilden. Auch weiße, gequollene Hautpartien sind Anzeichen einer Ansteckung.


Wann muss man zum Arzt gehen?
Sobald man Anzeichen einer Hautveränderung bemerkt. Der Arzt klärt ab, ob es sich um eine Pilzerkrankung handelt, da auch andere Hautkrankheiten ähnliche Symptome hervorrufen können. Allgemein gilt: Je früher ein Fußpilz behandelt wird, desto besser. Denn der Erreger kann auch die Haut an Fußsohlen und Handinnenflächen sowie Haare und Nägel befallen. „Solche Erkrankungen bekommt man mit einer lokalen Fußpilzbehandlung nur schwer in den Griff“, warnt Hans-Jürgen Tietz, Fußpilzexperte von der Berliner Charité.


Wo kann man sich anstecken?
Die Erreger lauern überall dort, wo Menschen barfuß laufen: in Hallenbädern, öffentlichen Duschen, Umkleideräumen, Saunen oder auf Teppichböden in Hotels. Häufig steckt man sich zu Hause an. Ist ein Familienmitglied betroffen, werden die Schüppchen unbemerkt von anderen „aufgelesen“. „Man kann sich sogar durch das Tragen von geliehenen Ski- oder Langlaufschuhen anstecken“, weiß Tietz. Die Feuchtigkeit im Schuh macht es möglich, dass die Erreger auch durch die Strümpfe dringen.


Sind manche Menschen anfälliger für Fußpilz als andere?
„Es gibt Menschen, die sich immer wieder neu anstecken“, sagt Tietz. „Fußpilze gedeihen bei feuchter Kälte am besten. Wer also zu kalten Füßen oder Schweißfüßen neigt, Blutdruckschwankungen oder Durchblutungsstörungen hat (zum Beispiel Raucher oder ältere Leute) oder längerfristig bestimmte Medikamente (wie Cortison oder Immunsuppressiva) einnimmt, ist gefährdet. Bei diesen Menschen wird das Abwehrsystem entweder unterdrückt oder überfordert. Eine große Risikogruppe sind Diabetes-Patienten. Ihre Füße sind schlechter durchblutet, und das Nervenempfinden ist gestört. Deshalb bemerken sie den begleitenden Juckreiz oft gar nicht. „Etwa ein Drittel der Bevölkerung kann sich glücklich schätzen“, sagt Tietz. „Sie sind – vermutlich aufgrund genetischer Faktoren – gegen die Fußpilzerreger immun.“


Wie behandelt man eine Infektion?
Menschen, die zu Fußpilz neigen und bei denen bereits eine Infektion festgestellt wurde, erhalten in der Apotheke Antimykotika, also Pilz vernichtende Präparate. Sie enthalten Wirkstoffe wie Tolnaftat, Naftifin oder Terbinafin. Bifonazol, Clotrimazol oder Ketoconazol sind in Breitspektrum-Antimykotika enthalten. Sie haben den Vorteil, dass sie bei verschiedenen Erregern wirksam sind. Es gibt sie als Salben, Cremes, Gele, Puder oder Lösungen. Lassen Sie sich zu Art und Dauer der Anwendung von Ihrem Apotheker beraten. Einige Präparate werden nur einmal, andere mehrmals am Tag aufgetragen. Wer zu Schweißfüßen neigt, kann die Therapie durch ein Puder ergänzen, das die Füße trocken hält. Wichtig ist, dass die Behandlung konsequent über längere Zeit durchgeführt wird, selbst wenn die Beschwerden nachlassen. Nur so sind Sie vor einem erneuten „Aufflammen“ sicher.


Was muss man bei der Behandlung sonst noch beachten?
Die Haut muss vor dem Auftragen des Präparates schonend gereinigt und sorgfältig getrocknet werden. Eine Möglichkeit ist es, die Zehenzwischenräume trocken zu föhnen. Damit andere nicht angesteckt werden, sollten Betroffene nicht barfuß laufen und für die Füße ein extra Handtuch benutzen. Um den Partner vor einer Ansteckung zu schützen, ist es ratsam, nachts im Bett Baumwollsocken zu tragen. Handtücher, Bettzeug, Schlafanzug und Socken sollten regelmäßig bei mindestens 60 Grad gewaschen werden. „Zur Sicherheit saugen Sie die Teppiche regelmäßig und gründlich“, sagt Tietz. Tragen Sie gut belüftete Schuhe. Strümpfe und Schuhe aus Naturmaterialien (Baumwolle oder Leder) schaffen ein Pilz abweisendes Klima. Ideal ist es, wenn die Schuhe zusätzlich mit einem antimykotischen Puder oder Spray aus der Apotheke desinfiziert werden.


Wie schützt man sich am besten vor Fußpilz?
Tragen Sie in öffentlichen Duschen oder Hallenbädern stets die eigenen Badeschuhe. Achten Sie darauf, dass Sie die Füße nach jedem Waschen gut abtrocknen. Wer sich bereits einmal mit Fußpilz angesteckt hat, kann als vorbeugende Maßnahme ein antimykotisches Fußpuder aus der Apotheke verwenden. Um Sprühdesinfektionsduschen sollten Sie einen großen Bogen machen. „Sie werden häufig von Menschen benutzt, die von ihrer Fußpilzerkrankung wissen. Deshalb findet man gerade dort auch eine hohe Zahl infizierter Hautschüppchen“, warnt Tietz. Außerdem sei der Anteil desinfizierender Mittel in solchen Anlagen oft zu gering dosiert, so dass ein kurzes Abduschen der Füße sowieso nicht für einen wirksamen Schutz ausreicht.

 

 

Weitere Informationen:


 

gesund und fit - wir wissen wie!

Senden Sie eine E-Mail mit Fragen oder Kommentaren zu dieser Website an: webmaster@apotheke-gerster.de 

Stand: 30.10.2004 Impressum