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Schluss mit Fußpilz

Fußpilz
Antworten auf die häufigsten Fragen
Wie
macht sich Fußpilz bemerkbar? Sind Diabetiker besonders gefährdet?
Wie
erkenne ich, ob ich Fußpilz habe?
Die Pilzinfektion beginnt meist in den feuchtkühlen Kammern
zwischen den Zehen. Typische Symptome sind Juckreiz, Hautrötung, Schuppung und
Bläschenbildung. Hat ein langjähriger, schlecht eingestellter Diabetes die
Nerven geschädigt, kann der Juckreiz, aber auch die Hautrötung ausbleiben.
„Oft ist dann eine zarte, mehlstaubartige Schuppung der einzige Hinweis“,
erklärt der Mikrobiologe Professor Dr. med. Hans-Jürgen Tietz vom Berliner
Institut für Pilzkrankheiten. Wer seine Füße nicht regelmäßig untersucht,
merkt deshalb oft gar nichts von dem Pilz, so dass dieser sich ungestört
ausbreiten kann.
Erkranken Diabetiker öfter an Fußpilz als Stoffwechsel-Gesunde?
Fußpilz-Infektionen sind außerordentlich häufig. In Deutschland
sind Schätzungen zufolge 20 bis 30 Millionen Menschen betroffen, in der
Altersgruppe der über 50-Jährigen ist es sogar schon jeder Zweite. Diabetiker
gelten als besonders gefährdet: Einerseits, weil die über lange Zeit erhöhten
Blutzuckerwerte das Immunsystem schwächen, andererseits, weil ihre Haut infolge
der Stoffwechselstörung oft trocken, rissig und mangelhaft durchblutet ist.
„Bei schlecht durchbluteten Füßen beträgt die Temperatur der Hautoberfläche
etwa 25 bis 30 °C – das ist genau der Bereich, in dem sich Pilze am wohlsten
fühlen“, erläutert Tietz.
Sind Pilzinfektionen für Diabetiker gefährlicher als für andere
Menschen?
Wird die Infektion nicht rechtzeitig erkannt und behandelt, drohen
ernste Komplikationen. Das gilt insbesondere für Menschen mit langjährigem,
schlecht eingestellem Typ-2-Diabetes. „Die Fußpilz-Infektion kann die ohnehin
geschwächte Hautabwehr noch weiter beeinträchtigen. Dadurch dringen andere
Keime leichter ein, die zu schweren gesundheitlichen Problemen, wie
beispielsweise einem Erysipel (Wundrose), führen können“, sagt Pilzexperte
Tietz. „Dieses Risiko ist besonders hoch, wenn kleine oder kleinste unbemerkte
Hautwunden an Fuß oder Unterschenkel bestehen, wie sie bei etwa jedem vierten
Typ-2-Diabetiker nachweisbar sind.“
Wie kann ich Fußpilz vorbeugen?
Um die Ansteckungsgefahr zu senken, rät Professor Tietz, ein paar
grundsätzliche Dinge zu beachten. Dazu gehört es, in Hallenbädern, öffentlichen
Saunen oder Gemeinschaftsduschen immer Badeschuhe zu tragen und nur die eigenen
Handtücher zu benutzen. „Um Desinfektionsduschen, wie sie mancherorts noch zu
finden sind, machen Sie besser einen großen Bogen“, rät Tietz, „denn hier
tummeln sich die meisten Keime.“ Wichtig ist auch die regelmäßige Fußpflege.
Waschen Sie Ihre Füße täglich, aber höchstens drei Minuten und bei maximal
35 °C. Ansonsten kann die Haut aufweichen, so dass die Pilzerreger leichtes
Spiel haben. Anschließend müssen die Füße sorgfältig abgetrocknet werden,
auch zwischen den Zehen. Socken und Handtücher sollten bei mindestens 60 °C
gewaschen werden, besser bei 90 °C. Das Gleiche gilt für Kleidungsstücke, die
mit den Füßen in Berührung gekommen sind. „Sollten Sie diese nur bei 40 °C
waschen können, verwenden Sie mehr Waschpulver, oder geben Sie ein spezielles
Desinfektionsmittel dazu“, empfiehlt Tietz. Außerdem warnt er davor, sich an
pilzbefallenen Hautstellen zu kratzen: „Dabei können sich die Erreger unter
den Fingernägeln festsetzen und an andere Körperstellen verschleppt werden.“
Wie wird Fußpilz behandelt?
Wenn Sie trotz aller Vorsichtsmaßnahmen Hinweise für eine
Pilzinfektion bei sich entdecken, finden Sie in der Apotheke ein breites
Sortiment rezeptfreier Salben, Cremes, Tinkturen oder Puder mit Wirkstoffen wie
Clotrimazol, Bifonazol, Miconazol, Tolnaftat oder Terbinafin. Bessern sich die
Symptome nicht oder verschlimmern sie sich sogar, zögern Sie nicht mit dem
Arztbe- such. Der Arzt kann feststellen, um welchen Pilz es sich handelt, und
eine gezielte Therapie einleiten.
In hartnäckigen Fällen oder wenn auch der Nagel befallen ist kann es
erforderlich sein, langfristig pilztötende Tabletten (Antimykotika)
einzunehmen. Diese führen allerdings in Einzelfällen zu Wechselwirkungen mit
anderen Medikamenten, beispielsweise gegen Diabetes, weshalb sie
verschreibungspflichtig sind.
„Besonders wichtig“, so Professor Tietz: „Alle Pilzmittel müssen so lange
eingenommen werden, wie der Arzt oder Apotheker es empfohlen hat, auch wenn
keine Anzeichen einer Pilzinfektion mehr zu sehen sind. Ansonsten besteht die
Gefahr, dass die Erkrankung wieder aufflammt.“
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