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Sauna

 

 

 

 

 

 

Sauna
Warum Schwitzen so gesund ist

Sauna- und Dampfbäder unterstützen das Immunsystem, trainieren die Gefäße, sorgen für einen rosigen Teint und obendrein für gute Stimmung


Ob finnisch, russisch oder türkisch: Sauna- und Dampfbäder sind Wohlfühl-Oasen in der Hektik des Alltags. Verspannte Muskeln lockern sich, und die wechselnden Warm-Kalt-Reize harmonisieren das Nervensystem. Deshalb erfrischt Saunieren und entspannt zugleich. Wer das Saunabad zwei Stunden vor dem Zubettgehen abschließt, darf auf eine erholsame Nachtruhe hoffen. Und das bei guter Stimmung. Denn Warm-Kalt-Wechselreize fördern auch die Produktion körpereigener „Glückshormone“ wie Serotonin und Dopamin im Gehirn.

Abhärtung: Regelmäßiges Schwitzen beugt Erkältungen vor. Unter den Warm-Kalt-Wechselreizen vermehren sich die Immun- und Reparaturstoffe im Blut. Und weil die feuchtwarme Luft auch die Schleimhäute der Atemwege pflegt und ihre Durchblutung steigert, haben angreifende Viren und Bakterien kaum eine Chance. Sauna kommt besonders Menschen mit Bronchitis und Asthma zugute. Die Atemwege entkrampfen, entschleimen und werden von Reizstoffen gereinigt. Bedenken, die Saunahitze könne den Kreislauf überfordern, sind bei gesunden Menschen unbegründet. Im Gegenteil: Das thermische Wechselbad trainiert Herz und Kreislauf. Die Gefäße weiten und verengen sich, regeln immer wieder den
Blutdruck. Der an klimatisierte Räume gewöhnte Körper lernt mit wechselnden Belastungen umzugehen.

Schöne Haut: Bei drei Schwitzgängen gibt die Haut bis zu eineinhalb Liter Flüssigkeit ab. Nachschub kommt aus dem Blutserum und aus dem umliegenden Gewebe – hier vorwiegend aus den Zellzwischenräumen, wo auch Stoffwechselabfälle und Säurebildner aus zu eiweißreicher Kost lagern. Sie werden mit dem Blut den Nieren zur Ausscheidung zugeführt. Der Schweiß selbst enthält Substanzen wie Harnstoff, Harnsäure, Ammoniak, Blei und Kadmium, die der Körper ohnehin ausscheiden würde. Schwitzen durchspült das Gewebe, befreit es von „Altlasten“ und Wasseransammlungen. Die Haut reagiert mit einem frisch-rosigen Teint, der Körper mit besserem Allgemeinbefinden. Ein Saunabesuch ist eine Zeremonie, die zwei bis drei Stunden Zeit erfordert, am besten einmal wöchentlich. Wichtig ist dabei, die in jeder Sauna ausgehängten Regeln einzuhalten.

Saunaverbot? In wenigen Ausnahmefällen kann Saunabaden den Körper überfordern. Bei folgenden gesundheitlichen Problemen müssen Sie verzichten: akute Infekte; Fieber; fortgeschrittene Herzerkrankungen; Entzündungen an Haut, Organen oder Gelenken; Epilepsie; Funktionsstörungen der Schilddrüse, Leber oder Niere. Bei Bluthochdruck, Augen- oder Venenerkrankungen sollten Sie vorher Ihren Arzt befragen. Bluthochdruck kann bei regelmäßigem Schwitzbad zwar nachhaltig sinken. „Kälteschocks“, etwa im Tauchbecken, sind wegen der raschen Gefäßverengung aber vorsichtig zu dosieren.

 

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Stand: 30.04.2004 Impressum