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Wadenkrämpfe

 

 

 

 

 

 

 

Wadenkrämpfe
Wenn Muskeln nicht mehr locker lassen

Warum so viele Menschen von Wadenkrämpfen geplagt werden und was dagegen hilft.


Wie ein Messerstich durchzuckt der Schmerz die Wade. Die Muskeln werden steinhart, der Unterschenkel lässt sich kaum noch bewegen – ein typischer Wadenkrampf. Rund 40 Prozent der Deutschen werden davon geplagt, manche nur gelegentlich, andere so oft, dass sie darüber verzweifeln könnten. Die meisten reißt er unsanft aus dem nächtlichen Schlaf, andere erwischt er auch tagsüber, beispielsweise beim Sport. 

 

Ursache: Flüssigkeits- und Mineralstoffmangel
Eine der Hauptursachen von Wadenkrämpfen sind Störungen im Flüssigkeits- und Mineralstoffhaushalt. Bei starkem Schwitzen, aber auch bei Erbrechen und Durchfall verliert der Körper nicht nur Flüssigkeit, sondern auch Mineralstoffe wie Kalium und Magnesium. Die aber sind wichtig, damit die Muskeln sich gleichmäßig an- und entspannen. Bei einem Mangel ist es möglich, dass eine Muskelgruppe plötzlich nicht mehr lockerlassen kann und verkrampft.

Erhöhtes Risiko für Diabetiker
Auch ein unzureichend behandelter Diabetes kann das Risiko für Wadenkrämpfe steigern. Erreicht der Blutzucker eine bestimmte Höhe (etwa 160 bis 180 mg/dl beziehungsweise 8,9 bis 10,1 mmol/l), scheiden die Nieren einen Teil davon mit dem Urin aus. Mit dem Zucker verliert der Körper auch Flüssigkeit und Mineralstoffe.

Muskeln brauchen Magnesium
Das alleine ist jedoch nur selten die Ursache für einen schweren Mineralstoffmangel. Problematisch wird es vor allem dann, wenn Angebot und Nachfrage aus dem Gleichgewicht geraten: Wenn wir zu wenig Mineralstoffe aufnehmen und gleichzeitig besonders viele verbrauchen. Dauerstress, anstrengende Muskelarbeit sowie starkes Schwitzen in Sonne oder Sauna können dafür sorgen, dass sich die Magnesiumdepots schnell leeren und die Muskeln nicht mehr ausreichend versorgt sind.

Hilfe aus der Apotheke
Auch langes Fasten oder einseitige Diäten, mit denen so mancher Typ-2-Diabetiker seine überflüssigen Pfunde loswerden will, können den Mineralstoffhaushalt aus dem Gleichgewicht bringen. Macht sich dieser Mangel mit schmerzhaften Wadenkrämpfen bemerkbar, hilft meistens die vorübergehende Einnahme eines Magnesiumpräparates aus der Apotheke.

Wirkstoff aus Baumrinde gut gegen Krämpfe
Wer neben dem Diabetes zu hohen Blutdruck, Herz- oder Nierenkrankheiten hat oder mit wassertreibenden Medikamenten (Diuretika) behandelt wird, sollte sich vorher mit seinem Arzt absprechen. Nützt die Magnesiumgabe nicht und sind andere Ursachen ausgeschlossen, helfen Präparate mit dem Wirkstoff Chininsulfat. Dieser Stoff aus der Rinde des Chinarindenbaumes hat sich bei der Behandlung hartnäckiger Wadenkrämpfe seit langem bewährt.

Bei Dauerschmerz Arzt aufsuchen
Wenn Wadenkrämpfe häufig auftreten, sehr lange dauern oder sich nicht von selber lösen, ist der Arzt gefragt. Dann müssen andere Ursachen ausgeschlossen werden, beispielsweise ein Muskelfaserriss, eine Nervenreizung durch einen Bandscheibenvorfall oder eine Thrombose (Blutgerinnsel). Mitunter können auch verengte Schlagadern in den Beinen („Schaufensterkrankheit“) oder diabetesbedingte Nervenschäden hinter den Schmerzen stecken.

 

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Stand: 23.12.2004 Impressum