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Zecken

Zecken
 
Zecken können mit ihrem Biss Krankheiten wie FSME oder Lyme-Borreliose übertragen. Wie Sie sich vor den Winzlingen schützen und was hilft, wenn Sie doch gebissen wurden.
 
Zecken (Holzbock, lat. Ixodes ricinus) lauern auf Bäumen und lassen sich von da auf ihre ahnungslosen Opfer herabfallen – so heißt es. In Wirklichkeit sitzen sie typischerweise im hohen Gras, im Unterholz und in Büschen und werden beim Vorbeigehen einfach abgestreift.

 

Verbreitung von Zecken

Die Gefahr, von einer Zecke gebissen zu werden, ist je nach Aufenthaltsort sehr verschieden. Gerade im Landkreis Rottweil ist das Risiko sehr hoch.

 

Die drei Entwicklungsphasen der Zecke

Die junge Zecken-Larve ist nur etwa einen halben Millimeter groß. Durch eine Häutung wird sie zur Zecken-Nymphe, die mit 1,5 Millimetern schon dreimal so groß ist wie die Larve. Nach einer weiteren Häutung entsteht aus der Nymphe die adulte Zecke: Männchen können 2,5-3,5 mm groß sein, während die Weibchen mit 3,5 bis 4,5 mm noch größer sind. Das Weibchen hat vollgesogen eine Körpergröße von ca. 10 mm. Nymphe und adulte Zecke können mit ihrem Biss u.a. das FSME-Virus übertragen.

 

Der Zeckenbiss

Bis zu 12 Stunden können vergehen, bis die kleinen Schmarotzer beginnen, das Blut ihrer ahnungslosen Opfer zu saugen. Außer einem leichten Jucken ist davon in der Regel nichts zu spüren, denn die Tiere geben schmerzstillende Sekrete in die Wunde ab. Der Biss allein wäre eigentlich kein Drama, allenfalls ein wenig ekelhaft – wäre da nicht die Gefahr, dass die Zecke Krankheiten überträgt. Vielen ein Begriff, wenn auch vergleichsweise selten, ist die durch Viren verursachte Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME). Viel häufiger, aber weniger bekannt ist dagegen die bakterielle Lyme-Borreliose.

 

Das Risiko einer Erkrankung

Vor allem in Süddeutschland ist die Gefahr, an einem Zeckenbiss zu erkranken, nicht zu unterschätzen. Zum Beispiel werden allein im Monat Juli im Durchschnitt rund 200 FSME-Erkrankungen gemeldet. Aber auch schon im März beginnt die FSME-Saison, die erst im November ausklingt. Die FSME beginnt mit Fieber und Kopf- und Gliederschmerzen. U.U. kann es danach zu einer Hirnhautentzündung (Meningitis) kommen, die durch hohes Fieber, Kopfschmerzen und Nackensteifigkeit geprägt ist. Schwerwiegendere Folgen kann eine Gehirnentzündung (Meningoenzephalitis) haben, bei der z.B. Sprachstörungen und Lähmungserscheinungen auftreten können. In seltenen Fällen kann es auch zu Todesfällen durch FSME kommen.FSME-Erkrankungen im Jahresverlauf

Zum Schutz vor den Folgen einer FSME-Erkrankung ist nur eine FSME-Impfung geeignet. Eine ausgebrochene FSME lässt sich nur noch symptomatisch behandeln.

Die Borreliose wird von spiralförmigen Bakterien (Borrelien) verursacht, die beim Zeckenbiss in den Körper übertragen werden. Die Gefahr, durch einen Zeckenbiss an Borreliose zu erkranken, ist höher als für FSME. Exakte Aufstellungen gibt es nicht, Schätzungen aber gehen davon aus, dass jährlich 30.000 bis 40.000 Menschen an Borreliose erkranken. Borreliose äußert sich vor allem an einer ringförmigen Hautrötung um den Ort des Zeckenbisses herum - diese Rötung kann, muss aber nicht immer auftreten. Zunächst zeigen sich untypische Symptome wie Abgeschlagenheit, Fieber und Kopfschmerzen. In einem weiteren Stadium kann es dann u.a. zu einer Hirnhautentzündung kommen oder zu einer häufig beobachteten Gesichtslähmung (Facialisparese). 

Eine rechtzeitig erkannte Borreliose lässt sich durch Antibiotika recht gut in den Griff bekommen. Allerdings gilt dies nicht mehr für einige der Spätfolgen. 

 


Der Schutz vor Zecken

Einen großen Schutz bietet geschlossene Kleidung, damit die Zecken nicht so leicht an eine zum Biss geeignete Stelle gelangen können. Auch insektenabweisende Mittel, z.B. als Sprays, helfen, Zecken fernzuhalten.

Unterholz und hohes Gras sollte nach Möglichkeit gemieden werden. Zudem sollte man sich nach einem Aufenthalt im Freien gründlich nach Zecken absuchen. Denn Zecken stechen nicht sofort, sondern suchen zunächst nach einer geeigneten Körperstelle mit weicher und warmer Haut.

 

Das Entfernen von Zecken

Zum einen sollte die Zecke möglichst schnell nach dem Stich entfernt werden, um die Gefahr der Übertragung von Krankheiten zu minimieren. Mit einer spitzen Pinzette oder eine speziellen Zeckenzange fasst man die Zecke so nah an der Haut wie möglich. Nach vorsichtigem Lockern wird die Zecke langsam und gerade nach oben herausgezogen.

 

Mehr Informationen über Zecken erhalten Sie bei einem Beratungsgespräch in der Apotheke oder hier:

Weitere Informationen:

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Stand: 11.04.2010 Impressum