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| Zecken
Zecken (Holzbock, lat. Ixodes ricinus) lauern auf Bäumen und lassen sich von da auf ihre ahnungslosen Opfer herabfallen – so heißt es. In Wirklichkeit sitzen sie typischerweise im hohen Gras, im Unterholz und in Büschen und werden beim Vorbeigehen einfach abgestreift.
Verbreitung von Zecken Die Gefahr, von einer Zecke gebissen zu werden, ist je nach Aufenthaltsort sehr verschieden. Gerade im Landkreis Rottweil ist das Risiko sehr hoch.
Die drei Entwicklungsphasen der Zecke Die junge Zecken-Larve ist nur etwa einen halben Millimeter groß. Durch eine
Häutung wird sie zur Zecken-Nymphe, die mit 1,5 Millimetern schon dreimal so
groß ist wie die Larve. Nach einer weiteren Häutung entsteht aus der Nymphe
die
Der Zeckenbiss
Das Risiko einer Erkrankung Vor allem in Süddeutschland ist die Gefahr, an einem Zeckenbiss zu
erkranken, nicht zu unterschätzen. Zum Beispiel werden allein im Monat Juli im
Durchschnitt rund 200 FSME-Erkrankungen gemeldet. Aber auch schon im März
beginnt die FSME-Saison, die erst im November ausklingt. Die FSME beginnt mit
Fieber und Kopf- und Gliederschmerzen. U.U. kann es danach zu einer
Hirnhautentzündung (Meningitis) kommen, die durch hohes Fieber, Kopfschmerzen
und Nackensteifigkeit geprägt ist. Schwerwiegendere Folgen kann eine
Gehirnentzündung (Meningoenzephalitis) haben, bei der z.B. Sprachstörungen und
Lähmungserscheinungen auftreten können. In seltenen Fällen kann es auch zu
Todesfällen durch FSME kommen. Zum Schutz vor den Folgen einer FSME-Erkrankung ist nur eine FSME-Impfung geeignet. Eine ausgebrochene FSME lässt sich nur noch symptomatisch behandeln. Die Borreliose wird von spiralförmigen Bakterien (Borrelien) verursacht, die beim Zeckenbiss in den Körper übertragen werden. Die Gefahr, durch einen Zeckenbiss an Borreliose zu erkranken, ist höher als für FSME. Exakte Aufstellungen gibt es nicht, Schätzungen aber gehen davon aus, dass jährlich 30.000 bis 40.000 Menschen an Borreliose erkranken. Borreliose äußert sich vor allem an einer ringförmigen Hautrötung um den Ort des Zeckenbisses herum - diese Rötung kann, muss aber nicht immer auftreten. Zunächst zeigen sich untypische Symptome wie Abgeschlagenheit, Fieber und Kopfschmerzen. In einem weiteren Stadium kann es dann u.a. zu einer Hirnhautentzündung kommen oder zu einer häufig beobachteten Gesichtslähmung (Facialisparese). Eine rechtzeitig erkannte Borreliose lässt sich durch Antibiotika recht gut in den Griff bekommen. Allerdings gilt dies nicht mehr für einige der Spätfolgen.
Einen großen Schutz bietet geschlossene Kleidung, damit die Zecken nicht so leicht an eine zum Biss geeignete Stelle gelangen können. Auch insektenabweisende Mittel, z.B. als Sprays, helfen, Zecken fernzuhalten. Unterholz und hohes Gras sollte nach Möglichkeit gemieden werden. Zudem sollte man sich nach einem Aufenthalt im Freien gründlich nach Zecken absuchen. Denn Zecken stechen nicht sofort, sondern suchen zunächst nach einer geeigneten Körperstelle mit weicher und warmer Haut.
Das Entfernen von Zecken Zum einen sollte die Zecke möglichst schnell nach dem Stich entfernt werden, um die Gefahr der Übertragung von Krankheiten zu minimieren. Mit einer spitzen Pinzette oder eine speziellen Zeckenzange fasst man die Zecke so nah an der Haut wie möglich. Nach vorsichtigem Lockern wird die Zecke langsam und gerade nach oben herausgezogen.
Mehr Informationen über Zecken erhalten Sie bei einem Beratungsgespräch in der Apotheke oder hier: Weitere Informationen:
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Stand: 11.04.2010
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